Leckeres aus Wald und Wiese - Köstliche Gerichte mit Wildkräutern in der Biologischen Station Nümbrecht

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Im Rahmen der Wanderwoche unternahm die Klasse 5a einen Ausflug zur Biologischen Station in Nümbrecht. Nach der einstündigen Busfahrt und einer kurzen Vorstellung der Mitarbeiter ging der locker aber fachlich anspruchsvolle Unterricht los.

Anhand von zwei Pflanzen, die in Flaschen in der Mitte eines Sitzkreises standen, wurden die Bestimmungsmerkmale von Kräutern mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels, z.B. für die Blattform, welcher per Beamer auf eine Leinwand projiziert wurde, von Herrn Spans erläutert und den Schüler*innen benannt.

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Auch der Aufbau einer Blüte wurde mit Hilfe eines Modells erläutert. Dann wurden vier Gruppen zu je 3 bis 4 Schüler*innen gebildet und die Aufgabe erläutert: An vier abgesteckten, 1m2 großen Wiesenstücken sollten neben einer allgemeinen Beschreibung und einem Foto mindestens drei dort wachsende Pflanzen bestimmt werden. Ein Helfer mit Abbildungen und Pflanzenbeschreibung half dabei. Zusätzlich bekam jede Gruppe eine kleine Kamera, ein Lineal, eine Lupe, eine Schere, Kladde und Stift. Die Pflanze sollte im Wiesenstück entdeckt, bestimmt und an einer anderen Stelle gefunden und abgeschnitten werden. Es gab eine feuchtere schattige Wiese, eine trockenere besonnte Wiese, ein Stück Waldweg und einen typischen Waldrand. Eine knappe Stunde hielten sich die Kleingruppen mit je einem Erwachsenen an ihrem Wiesenstück und der nächeren Umgebung auf, dann gab es eine Pause.

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Danach sollten sich die Gruppen jeweils überlegen, wer was den Anderen zu den jeweiligen gefundenen Pflanzen erzählt. Nicht identifizierte Funde wurden von Herrn Spans sicher bestimmt. Die Schüler*innen stellten ihre Pflanzen und den Fundort kurz vor. Dazu wurden die Pflanzen mit einer Dokumentenkamera für alle gut sichtbar am Beamer gezeigt.

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Interssant war, wie viele Wildkräuter in unserer unmittelbaren Umgebung wachsen, sie unterschiedliche Böden und Standorte anzeigen können und dass man einige auch essen kann, andere wiederum Bedeutung in der Medizin haben. Einige Schüler*innen konnten sogar gleich  mit ein paar neu gelernten Begriffen die Kräuter beschreiben. Es fanden sich Krätuter wie Sauerampfer, Nelkwurz, Frauenmantel, Hahnenfuß, Giersch, Knoblauchsrauke, stinkender Storchschnabel, Breitwegerich oder Gundermann.

Anschließend wurde von Herrn Spans erklärt, wie die Zubereitung der Speisen aus Kräutern abläuft. Dazu hatten die Mitarbeiter*innen bereits Gundermann, Knoblauchsrauke, Schnittlauch, Minze, Zitronenmelisse und Giersch gewaschen und zur Seite gestellt. Nachdem sich alle die Hände gewaschen hatten (u.a. wegen des möglichen Kontakts mit dem Hahnenfußgewächs), wurden von vier Gruppen leckere Kräuterbutter mit Brot, Kräuterquark auf Landbrot, Kräutertee oder in flüssige Schokolade getauchte Blätter von Minze und Zitronenmelisse hergestellt und servierfertig angerichtet. Dieses wurde in einer kleinen Abschlussrunde verköstigt, bevor es mit dem Bus zurük zur Schule ging.

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Text und Bildmaterial Tiemo Hoffstadt